Liebe Leserinnen und Leser,
sind Sie schon im Urlaub? Irgendwo baden, wandern und die Seele baumeln lassen? Wir sind seit drei Jahren zum ersten Mal wieder raus aus dem Alltag, bei sehr guten Freunden im Schwarzwald eingeladen.
Allein das Frühstück morgens bei 28 Grad und blauem Himmel mit Blick auf Wald und Felder ist es schon wert. Einfach mal runterkommen, neun Stunden am Stück schlafen und mit dem Hund durch die Weinberge schlendern – für mich so etwas wie das Paradies gerade.
Es sind so Wochen – nach meiner OP –, wo es genau an der Zeit ist, den Kopf klarzubekommen. Mal ein Buch lesen (gerade „Dein Herz“ von Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer) und in Ruhe nachzudenken, wie es weitergeht.
Denn eins ist ja mal klar: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ von Udo Jürgens klang schön, aber es war eine große Lüge. Zugegeben, ich kenne Rentner über 75, die Harley fahren und dreimal die Woche Golf spielen. Man kann es sich auch schön machen, wenn man 65 oder älter ist, aber gleichzeitig ist es die Zeit, in Ruhe die Kurve auf die Zielgerade zu durchdenken und bestenfalls zu planen.
In meinem Falle hängt das sehr stark mit meinem publizistischen Engagement zusammen
Mit meinem Blog Denken erwünscht war ich 2013 einer der ersten, nach Tichy und Broder, die sich aus gemütlichen Sesseln bei großen Verlagen und aus freiem Entschluss verabschiedet hatten, um daran zu arbeiten, ein Stück Gegenöffentlichkeit herzustellen in Deutschland für ein bürgerliches Publikum, das dem öffentlich-rechtlichen Staatsfunk und anderen meinungsführenden Medien wie Spiegel, Zeit und Co. aus gutem Grund nicht mehr blind vertrauen wollte.
Heute gibt es ein viel breiteres Angebot an freien Medien, ständig tauchen neue Gesichter auf.
Sie erzielen mehr Reichweite und, ja, sie machen es oft auch besser als wir journalistischen Dinosaurier, die in die Jahre gekommen sind wie ihr Stammpublikum selbst auch.
Heute sind die Trendsetter Julian Reichelt mit NIUS, Max Mannhart mit Apollo News und Ben Berndt mit ungeskriptet
Und ich garantiere Ihnen: In zwei, drei Jahren werden sich wieder andere an die Spitze setzen.
Sie werden neue Formate auf den Markt bringen, frische Gesichter werden Themen ausgraben, die bundesweit für Furore sorgen und – hoffentlich – politisch etwas in Bewegung bringen.
Der etablierte Markt hat sich übrigens auch verändert. Oder schauen Sie noch „MoMa“ von ARD oder ZDF?
Das braucht kein Mensch, so wie das öffentlich-rechtliche System in Deutschland insgesamt niemand mehr braucht. Nur wie so oft haben wir leider keine Politiker, die das Rückgrat durchdrücken und wagen, den Moloch zu zerlegen und abzuwickeln.
Wenn Sie morgens und abends gute Nachrichten sehen wollen, dann schauen Sie WELT TV oder ntv. Die haben keine politische Agenda – die machen einfach nur ihren Job und zwar gut. So wie wir mit unserem kleinen Team bei TheGermanZ auch.
Zehn Jahre gibt es diese Online-Tageszeitung für die bürgerliche Mitte schon. Fast ein Wunder. Wir sind nicht wirklich groß und relevant, aber wenn Sie zum Beispiel sehen, dass der jüngste „Frühe Vogel“ bis heute Morgen 101.143 Aufrufe hatte, dann ist das schon eine ganze Menge, auch wenn sich ein paar Botnetze durchschlängeln.
Jedenfalls sprechen fast alle mit uns, die wir ansprechen. Und wenn ich in Berlin beim Senat oder einem Ministerium oder in einer Parteizentrale anrufe, werde ich auch heute noch fast immer durchgestellt.
Aber einfach die nächsten zehn Jahre so weitermachen – das hat keine Perspektive
Auch TheGermanZ und seine publizistischen Beiboote („Kelle aktuell“ und „Denken erwünscht“) müssen sich neu erfinden. Müssen funktionieren, wenn ich in zwei, drei Jahren vielleicht Harley fahren will und Golfspielen lernen.
Andere müssen das weitermachen, junge, hungrige Journalisten müssen auf die Kommandobrücke und in den „War Room“. Und natürlich muss frisches Geld her, man kann nicht mit einem Bobby-Car gegen einen Porsche Cayenne um die Wette fahren.
Tatsächlich sind freie Medien in der bürgerlich-konservativen Mitte heute rar gesät. Und deshalb ist es alternativlos, weiterzumachen.
Seit Wochen arbeitet ein halbes Dutzend Freunde daran, Konzepte zu schreiben und Businesspläne zu entwickeln, strategische Partnerschaften einzugehen, ohne dabei auch nur einen Zentimeter Unabhängigkeit aufzugeben.
Und deshalb bitte ich Sie auch heute, in den Sommerferien, um Ihre Unterstützung!
Wir brauchen engagierte Journalisten, gute Ideen und Geld. Natürlich, jeder braucht Geld, der etwas Großes dauerhaft auf die Beine stellen will.
Vor fünf Jahren habe ich mal im „Frühen Vogel“ einen Aufruf gestartet. Damals schrieb ich: Morgens lesen im Schnitt 25.000 Personen meine Kolumne zum Tag – über 300-mal im Jahr, meistens um Mitternacht frisch verfasst.
Wenn JEDER der Leser nur einmal im Jahr 5 oder 10 Euro spenden würde, wäre das Budget für das ganze Jahr sicher. 5 oder 10 Euro ist nicht viel, Verzicht auf ein oder zwei Glas Hefeweizen jetzt im Biergarten – aber ein freies bürgerliches Medium mit vielen Lesern steht auf stabilen Füßen. Nur der Trick ist: JEDER muss mitmachen.
Von den 25.000 Lesern damals spendeten in den folgenden 48 Stunden insgesamt 343, viele fünf Euro, aber eine Menge auch 10, 20, 50 oder 100 Euro.
Ich möchte diese Aktion heute wiederholen und bitte Sie alle um Ihre Unterstützung für den Fortbestand dieser Online-Tageszeitung, die eine stabile Leserschaft von vielen Tausend Menschen hat.
Für den Neustart, für die kommenden zehn Jahre und für Presse- und Meinungsvielfalt in Deutschland.
Bitte spenden Sie nach Ihren Möglichkeiten JETZT auf unser Konto DE04 1001 1001 2631 1418 14 oder mit PayPal auf das Konto @Vers 1 Medien GmbH.
Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Und schöne Urlaubstage Ihnen allen und Ihren Familien!
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Kelle