BERGHEIM – „Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, versicherte ein Polizeisprecher heute Morgen in Bergheim, nahe Köln. Infolge einer „Störung an einem Umspannwerk“ seien fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke von RWE an zwei Standorten vom Netz gegangen.
Die allgemeine Stromversorgung blieb trotz des Vorfalls durchgehend sichergestellt.
Laut RWE Power waren durch den Vorfall „im Umfeld“ der Umspannanlage das Kraftwerk Niederaußem in Bergheim mit den Blöcken H, G und K betroffen. Am Kraftwerk Neurath in Grevenbroich seien die Blöcke G und F vom Netz gegangen.
Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei Fällen sei dies gelungen. In den vergangenen Monaten gab es mehrere Anschläge auf die deutsche Energie-Infrastruktur. Bei einem dieser Terrorakte hatten linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins zerstört und tagelang für kalte Wohnungen bei Zehntausenden Berlinern in Zahlendorf und Steglitz gesorgt.
Zum aktuellen Fall sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), die Polizei ermittele in zwei Richtungen: „…fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus“.
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