Von wegen „Verschwörungstheorie“: Hunter Biden wird zur echten Belastung für den US-Präsidenten

US-Präsident Joe Biden (r.) und dessen Sohn Hunter (l.), der seinen Sohn, Beau, auf dem Arm trägt. (Archivbild) © Olivier Douliery/AFP
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von KLAUS KELLE

WASHINGTON – Während sich US-Präsident Joe Biden in den vergangenen Wochen als Präsident der westlichen Führungsmacht USA in der Ukraine-Krise achtbar schlägt, zieht ihn Sohn Hunter Biden immer tiefer in einen politischen Strudel hinein. Es geht um ein persönliches Laptop des Präsidentensohnes mit zahlreichen E-Mails darauf, die seine geschäftlichen Kontakte betreffen sollen. Die Mails sollen beweisen können, dass Hunter Biden vom politischen Einfluss seiner Familie profitiert hat, um einträgliche millionenschwere Geschäfte in China und…der Ukraine abschließen zu können.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2020 hatten die Republikaner dem Kandidaten Joe Biden wiederholt vorgeworfen, er habe versucht, Ermittlungen gegen den ukrainischen Burisma-Konzern zu verhindern, weil sein Sohn dort einen wichtigen Posten inne hatte. Trump hatte als Präsident mehrfach versucht, Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auszuüben, gegen Joe Biden ermitteln zu lassen. Andernfalls würden die USA Zahlungszusagen gegenüber der Ukraine zurückziehen. Ein Vorgang, der im späteren Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wichtig wurde.

Trumps Vorwurf damals: Joe Biden soll Druck auf die vormalige ukrainische Regierung unter Petro Poroschenko gemacht haben, damit diese den Generalstaatsanwalt Viktor Schokin entlässt. Der verantwortete die Korruptions-Ermittlungen gegen den ukrainischen Energiekonzern Burisma Holdings – bei dem Joe Bidens Sohn Hunter im Aufsichtsrat saß.

Tatsächlich wurde Schokin entlassen.

Ein Skandal, wenn sich diese Vorwürfe belegen lassen, die vom politischen Establishment in DC stets zurückgewiesen und von den linksliberalen Medien in den Vereinigten Staaten als „Verschwörungstheorien“ abgetan wurden.

Im Präsidentschaftswahlkampf zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden ploppte das Thema hoch, befeuert vom konservativen Fernsehsender FOX NEWS und der konservativen Tageszeitung „New York Post“. Linksliberale Meinungsführer wir CNN und MSNBC hielten dagegen, bestritten die Existenz des Laptops und taten Trumps Vorwürfe als eine „russische Desinformationskampagne“ ab. Die globalen Netzwerke Twitter und Facebook sperrten damals sogar vorübergehend die Konten der „New York Post“ (NYP), dann später auch das Twitter-Konto des Präsidenten, der 82 Millionen Follower hatte. Ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte des Internets.

Und nun der Hammer: Im Zuge von Ermittlungen der US-Finanzbehörden gegen Hunter Biden wurde bestätigt, dass es das ominöse Laptop Hunter Bidens tatsächlich gibt. Und dann wird es spektakulär: Der Präsidentensohn hatte das Laptop einst zur Reparatur in einem Computergeschäft in Delaware abgegeben, aber nicht wieder abgeholt. Der Ladenbesitzer hatte das Gerät dann später samt Festplatte der Bundespolizei FBI übergeben.

„Es ist köstlich zu sehen, wie sich die linke Presse nun windet und das Offensichtliche zugeben muss“, ätzte die NYP-Journalistin Miranda Devine aus FOX NEWS. Die Leser ihrer Zeitung und die Zuschauer des Senders hätten bereits vor 16 Monaten gewusst, was da passiert, während die anderen großen Medien des Landes schwiegen.

Und Kollegin Miranda hat auch eine Erklärung, warum das so ist: „Die linken Medien, Big Tech Unternehmen wie Facebook und Twitter und die Geheimdienste – im Prinzip das gesamte amerikanische Establishment – wollten sicherstellen, dass Joe Biden die Wahl gewinnt und Donald Trump verliert.“

Bildquelle:

  • Hunter_Beau_Joe_Biden: afp
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.