Warum Kapitalismus sinnvoll und Elon Musk ein Geschenk für die Menschheit ist

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Liebe Leserinnen und Leser,

nun wird es also doch klappen mit Twitter und Elon Musk. Bis heute in einer Woche soll und wird das 44-Milliarden-Dollar-Geschäft unterschrieben sein. Und dann geht’s los. Denn der reichste Mann der Welt ist nicht bekannt für langsame Gangart. Neue Ideen, deutlich weniger Mitarbeiter, mehr Meinungsfreiheit – was man so hört bei Bloomberg und „Washington Post“ lässt Ramba-Zamba erwarten.

Ich habe vor einiger Zeit schon mal an dieser Stelle bekannt, dass ich Musk bewundere. In Südafrika geboren, 51 Jahre jung, dreht dieser Entrepreneur ein ganz großes Rad. Den globalen Bezahldienst PayPal hat er mitbegründet (Haben Sie schon einmal was für TheGermanZ gespendet? @TheGermanZ), das Raumfahrtunternehmen SpaceX und dann natürlich den Automobilhersteller Tesla. Laut wikipedia hat Elon Musk ein Gesamtvermögen von 200 Milliarden US-Dollar. Wenn er jetzt Twitter kauft, bittet er nicht andere Investoren um frisches Geld, er geht nicht zur Bank und beantragt ein Darlehen. Er überweist einfach – 44 Milliarden. Online-Banking. 45 Sekunden, Enter und ab.

Es sind Menschen wie Musk, die unsere Welt voranbringen. Wir leben in der westlichen Hemisphäre, da sehen wir eher „unsere“ Helden. Richard Branson (Virgin) gehört für mich dazu, Jeff Bezos (amazon). In China gibt es auch solche Leute, in Südkorea, in Japan, überall auf der Welt, wo es vorangeht. Kapitalismus und hochentwickelte Technologie, das sind die Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Und der bringt nicht nur den Superreichen etwas, sondern der gesamten Menschheit. Mehr Wohlstand, weniger Hunger, mehr Sicherheit, weniger Armut. Ich bin im Herbst meines Lebens zutiefst davon überzeugt, dass der Kapitalismus der Lebensrahmen ist, der das Rad am Laufen hält.

Dabei meine ich nicht den sogenannten „Raubtierkapitalismus“, den zuerst Karl Marx in seiner beeindruckenden Analyse der englischen Industrialisierung beschrieben hat. Ich meine die Soziale Marktwirtschaft, wie sie vom deutschen Wirtschaftsminister (und später Bundeskanzler) Ludwig Erhard entwickelt wurde. Kapitalismus, das Streben nach Gewinnmaximierung, ohne die Ausbeutung des Menschen. Das funktioniert wirklich, wie wir Deutschen jahrzehntelang bewiesen haben. Das Streben nach Gewinn, meinetwegen nach Reichtum, ist eine der entscheidenden Antriebsfedern von uns Menschen. Und deshalb hat der Sozialismus nie funktioniert, konnte nie funktionieren, und er wird niemals funktionieren, weil er einfach der Natur des Menschen widerspricht.

Jeder gibt alles für die Gesellschaft, was er oder sie geben kann, und jeder nimmt aus dem großen gemeinsamen Topf das heraus, was er oder sie zum Leben braucht. Klingt gut, ist aber völliger Unsinn. Wer will denn das?

Im Philosophieunterricht unserer gymnasialen Oberstufe im schönen Bad Salzuflen habe ich besonders aufgepasst, als es um den Marxismus-Leninismus (2+) ging. Und ich weiß noch, dass ich mich meldete und meine Lehrerin fragte, was im Sozialismus/Kommunismus denn mit den Menschen geschehe, die das nicht mitmachen wollen. Diejenigen, die mehr wollen als das, was die Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Die Tauchen auf Bali wollen statt Strandkorb an der Nordsee, Mercedes fahren statt Fiat Panda. Ja, die müssten natürlich „aussortiert“ werden, antwortete unsere Lehrerin damals auf meine Frage. Das System könne nur funktionieren, wenn ausnahmslos alle mitmachten. Und genau deshalb funktioniert es nicht. Und was Aussortieren bedeutet, das haben wir gesehen, manche selbst erlebt, in all den menschenverachtenden Großversuchen des 20. Jahrhunderts mit all den Millionen Toten und Weggesperrten, die aussortiert wurden und werden bis heute. Sozialismus? Kommunismus? Das braucht kein Mensch. Und Leute wir Elon Musk sind ein Geschenk für die ganze Menschheit.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.