Angriff auf zwei Schülerinnen: 14-Jährige ist tot, 13-Jährige schwer verletzt

Einsatzkräfte begutachten einen Tatort in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis). Foto: Ralf Zwiebler/z-media/dpa
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ILLERKIRCHBERG – Ein Mann soll zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule in der Gemeinde Illerkirchberg bei Ulm angegriffen und schwer verletzt haben. Die beiden Opfer kamen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Den mutmaßlichen Täter sowie zwei weitere Menschen nahmen die Beamten fest. Zu Details äußerte sich ein Polizeisprecher nicht. «Wir müssen jetzt erstmal die Hintergründe genau ermitteln», sagte er. Voraussichtlich an diesem Montagnachmittag solle es eine Pressemitteilung geben.

Der Beschuldigte habe die Mädchen gegen 7.30 Uhr auf der Straße in einem Wohngebiet angegriffen, sagte der Sprecher. Wie alt die beiden sind, auf welche Weise und wo sie verletzt wurden, ließ er offen. Auch ob eine Waffe im Spiel war, blieb zunächst ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, wer die Rettungskräfte alarmiert hatte.

Polizei gibt Entwarnung für die Bevölkerung

Der mutmaßliche Täter soll nach dem Angriff in ein benachbartes Wohnhaus geflüchtet sein. Gerüchte, nach denen es sich bei dem Haus um eine Flüchtlingsunterkunft handelt, konnte durch die Informationspolitik der Polizei weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. UPDATE: Inzwischen meldet der SWR, dass es sich bei dem Wohnhaus, in das der Täter, flüchtete, um eine Asylunterkunft handele

Die Polizei traf in dem Haus auf drei Menschen. «Wir gehen davon aus, dass darunter auch der Täter ist», sagte ein anderer Polizeisprecher. Der Einsatz sei abgeschlossen. Dabei habe ein Spezialeinsatzkommando unterstützt. Es gebe keine Gefahr für die Bevölkerung, entwarnte der Sprecher.

Die Beamten wollten die Festgenommenen nun befragen. Um wen es sich dabei konkret handelt, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Auch ob der mutmaßliche Täter in dem Haus, in das er flüchtete, wohnt und ob er die anderen Menschen kennt, sei Teil der anstehenden Ermittlungen. Gleiches gelte für ein mögliches Motiv des Angreifers.

Kein Amokalarm in benachbarter Schule

Die Attacke auf die Mädchen hatte nach Polizeiangaben auch keine Auswirkungen auf eine benachbarte Grundschule. «Es gab entgegen von Gerüchten keinen Amokalarm in einer Schule», sagte der Sprecher. Die beiden Verletzen seien auch nicht im Grundschulalter.

Den Tatort selbst hatten die Einsatzkräfte nach dem Vorfall mit rot-weiß-gestreiftem Flatterband abgesperrt. Zur Spurensicherung waren Menschen in Ganzkörper-Schutzanzügen vor Ort.

Illerkirchberg ist eine Gemeinde im Süden von Ulm. Sie liegt im Alb-Donau-Kreis und unmittelbar an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Knapp 5000 Menschen lebten hier nach aktuellsten Angaben Ende 2021. Illerkirchberg liegt an der sogenannten Oberschwäbischen Barockstraße und bietet Besucherinnen und Besuchern unter anderem ein Fuggerschloss als Sehenswürdigkeit.

Bildquelle:

  • Illerkirchberg: dpa
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