2:1 in Lissabon: Eintracht Frankfurt träumt von langer Europa-Reise

Frankfurts Eric Junior Dina Ebimbe (l-r), Evan Ndicka, Kristijan Jakic, Sebastian Rode und Luca Pellegrini jubeln nach dem 2:1-Sieg. Foto: Arne Dedert/dpa
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LISSABON – Jetzt träumt Eintracht Frankfurt von einem zweiten FC Villarreal. Sensationell hatten die Spanier in der vergangenen Saison das Halbfinale der Champions League erreicht. Nach dem historischen Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse hofft die Eintracht im kommenden Jahr auf einen ähnlichen Coup.

«Sie haben es vorgemacht», sagte Kapitän Sebastian Rode nach dem entscheidenden 2:1-Sieg bei Sporting Lissabon am späten Dienstagabend. Vorstandschef Axel Hellmann formulierte es noch ausführlicher. «Top 16 in Europa, und irgendwie so auf leisen Sohlen so ein verträumtes Villarreal – das ist etwas, was ich mir durchaus vorstellen kann», sagte der 51-Jährige.

Mehr magische Nächte in der Königsklasse?

Die Eintracht hat schon wieder Großes vor in Europa. Nach dem spektakulären Gewinn der Europa League in der vergangenen Spielzeit will der hessische Fußball-Bundesligist nun in der Königsklasse weitere magische Nächte erleben.

Dank des hart erarbeiteten Siegs in Lissabon wurde die Vorrundengruppe D auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Daichi Kamada (62./Handelfmeter) und Randal Kolo Muani (72.) hatten mit ihren Treffern das Spiel gedreht. Trainer Oliver Glasner war im Anschluss daran stolz, wie seine Mannschaft auf die schwache erste Halbzeit reagiert hat.

«Wenn du dann diesen Willen, diesen Glauben, diese Leidenschaft zeigst, dann hast du auch mal das Spielglück mit dem Elfmeter», sagte der Österreicher über das Tor von Kamada, der den Strafstoß nach einem Handspiel von Sporting-Kapitän Sebastián Coates bekommen hatte. «Es ist Wahnsinn, was die Spieler einfach immer wieder leisten, wie sie auch mit Rückschlägen immer wieder umgehen.» Und wie sie dafür belohnt werden: denn jetzt sind im Achtelfinale Spiele gegen europäische Schwergewichte wie Manchester City oder Paris Saint-Germain möglich.

Rode: «Jetzt gibt es nur noch ganz große Kaliber»

«Auf Man City würde ich gerne verzichten», sagte Rode scherzhaft über die Startruppe von Trainer Pep Guardiola. Ansonsten haben die Frankfurter keine Wünsche für die Achtelfinal-Partien, die zwischen dem 14. Februar und dem 15. März ausgetragen werden.

«Jetzt gibt es nur noch ganz große Kaliber und Weltstars, die da kommen», sagte Rode. «Wir sind nicht chancenlos, aber sicher der Außenseiter.» Genauso wie der FC Villarreal in der vergangenen Saison.

Bildquelle:

  • Eintracht-Spieler: dpa
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