Boris Becker in London vor Gericht

Boris Becker vor dem Southwark Crown Court in London, wo sein Prozess beginnt. Foto: James Manning/PA Wire/dpa
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LONDON – Der ehemalige Tennis-Star Boris Becker ist am Montag zum Auftakt eines Strafprozesses gegen ihn in London eingetroffen.

Becker muss sich wegen verschiedener Vorwürfe im Zusammenhang mit seinem Insolvenzverfahren verantworten. Er ist verpflichtet, persönlich zu der Verhandlung zu erscheinen, die um 11.30 Uhr MEZ beginnen sollte.

Ein Promi-Bonus blieb Becker verwehrt: Wie alle anderen Besucher, Zeugen und Journalisten musste er sich am Morgen am Eingang des Gerichts in eine lange Schlange einreihen und einer aufwendigen Sicherheitskontrolle unterziehen. Gerichtsmitarbeiter pflückten den Inhalt seines grauen Trolleys auseinander, ließen ihn aus einer mitgebrachten Flasche trinken und tasteten seinen Körper auf verdächtige Gegenstände ab. Becker ließ die minutenlange Prozedur im dunkelblauen Anzug, schwarzen Sneakers und wie in England üblich ohne Maske über sich ergehen. Begleitet wurde er von seiner Partnerin, die letzten Meter zum Gericht legte das Paar händchenhaltend zurück.

Bei den mehr als 20 Anklagepunkten geht es unter anderem darum, dass Becker versucht haben soll, Geld und Wertgegenstände sowie Immobilien dem Zugriff des Insolvenzverwalters zu entziehen. Der dreimalige Wimbledon-Sieger streitet das ab. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft. Für den Prozess sind bis zu drei Wochen angesetzt.

Becker war 2017 von einem Gericht in London für zahlungsunfähig erklärt worden. Obwohl eine Privatinsolvenz in England in der Regel innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen werden kann, dauert das Verfahren seitdem an. Verschiedene Auflagen gegen Becker wurden sogar auf eine Dauer von zwölf Jahren verlängert.

Bildquelle:

  • Boris Becker: dpa
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