von JOSEF KRAUS
BERLIN/MAINZ – ZDF-Politaktivist Jan Böhmermann (45) kann nicht anders. Sein manisches, ja egomanes Metier sind Denunziation, Anprangern, Spott, Verzerren, Schlüpfrigkeiten, Tötungsphantasien und mehr. Böhmermanns handverlesenes Studio-Klatschvieh und sein offenbar proletenhaftes Bildschirmpublikum goutieren es wohl so. Irgendwelche Preisverleiher wollen es auch, der ZDF-Intendant Nobert Himmler, sein Verwaltungsrat und der 60-köpfige ZDF-Fernsehrat ohnehin. Für das von Böhmermann nahezu allwöchentlich Erbrochene bekommt er übrigens pro Jahr 700.000 Euro. Aus der Kasse der Zwangsgebührenzahler.
Nun hat sich Böhmermann selbst getoppt und den ihm ohnehin mittlerweile anhängenden Gähn-Faktor überwinden wollen.
Er setzt sich auf eine blaue „Schwalbe“, den kultigen DDR-Kleinroller, und fährt durch die Gegend. Ein Lastwagen überfährt ihn; der Fahrer will offenbar auf Nummer „todsicher“ gehen und fährt noch einmal vor- und rückwärts hoppelnd über die „Schwalbe“ und den Fahrer hinweg. Nein, nicht Böhmermann hat hier seinen Tod filmisch inszeniert. Sonst müsste man sich ja um verborgene suizidale Gelüste des J. B. sorgen. Es ist vielmehr Böhmermanns Tötungsphantasie gegen den Wahlsieger Ulrich Siegmund (35) von der AfD in Sachsen-Anhalt. Letzterer hatte nämlich einen fulminant erfolgreichen Wahlkampf bestritten, in dem er unter anderem mit einer blauen „Schwalbe“, quasi der DDR-Vespa, durch die Wahlveranstaltungen tourte.
Was Böhmermann hier am 2. Oktober produzierte und unter dem Gejohle seines Studiopublikums vorführte, hat offenbar alle – gar nicht vorhandenen oder im Wachkoma dahindämmernden – ZDF-Kontrollinstanzen passieren können. Satire darf zwar angeblich alles, sagte einmal Kurt Tucholsky. Wenn es denn Satire wäre. Aber Böhmermann ist kein Satiriker, sondern skrupellos links-aktivistischer Antifa-Kämpfer. Da stellt sich auch nicht mehr die Geschmacksfrage.
Böhmermann aktuelle Tötungsphantasie ist übrigens nicht dessen erste. In seiner ZDF-Ausgabe vom 19. Februar 2024 ging es um die österreichische FPÖ, Herbert Kickl und das Thema „Remigration“.
Zum Abschluss sagte Böhmermann: „Nicht immer die Nazikeule rausholen, sondern vielleicht einfach mal ein paar Nazis keulen.“ „Keulen“ – das ist der Fachausdruck für das systematische Töten von Hunderten, Tausenden von Tieren, die mit einem Virus verseucht sind. Es gab dazu Strafanzeigen gegen das ZDF bzw. gegen Böhmermann mit dem Vorwurf des Mordaufrufs und der Volksverhetzung. Am Ende sah die leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller von der Staatsanwaltschaft Mainz keinen Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung, weshalb kein Verfahren eröffnet wurde.
Es wird jedenfalls höchste Zeit, dass das ZDF hier endlich die Reißleine zieht und nicht auch noch über einen neuen Vertrag mit Böhmermann ab 2027 verhandelt.
Weitere Böhmermann-Skandale sind nachzulesen im Buch „Schwarzbuch Staatsfunk“. Darunter ein 13-Seiten-Kapitel unseres Autors Josef Kraus über Böhmermann.
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- Moped Schwalbe DDR: adobe.stock/dieter76
