Guten Morgen, Deutschland!

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Liebe Leserinnen und Leser,

im „Deutschlandfunk“ war heute Morgen ein Interview mit Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) zu hören. Vor dem Hintergrund eines Gewaltverbrechens, verübt von einem 17-jährigen Flüchtling an einer 19-jährigen Frau, die – welche Tragik – sich in der Flüchtlingshilfe für genau solche Menschen wie ihren Mörder engagiert hatte, ging es um das Sicherheitsgefühl der Bürger, die Bereitschaft zu helfen und die Selbstverpflichtung von Medien, nun aber bloß nichts vermeintlich Rechspopulistisches zu berichten. Und dabei sagte Salomon etwas Interessantes. Wenn ein Tourist aus USA oder Polen hierzulande eine Frau vergewaltigt und ermordet hätte, würde man ja auch nicht sagen, DIE Amerikaner oder DIE Polen würden solche Verbrechen begehen. Nun, auch bei längerem Nachdenken kommt mir kein Fall in den Sinn, wo ein amerikanischer oder polnischer Tourist in den vergangenen Jahren ein solches Verbrechen wie jetzt in Freiburg oder auch der aktuelle Fall in Bochum begangen hätte. Auch kein französischer, dänischer oder irischer Tourist, der hierzulande vergewaltigt und gemordet hätte. Ich bin sicher, solche einzelnen Fälle hat es schon einmal gegeben. Aber was wir jeden Tag in den Medien, und wir als Redaktion in den offiziellen Pressemitteilungen der Polizeidienststellen, lesen, ist eine ganz andere Qualität.

Natürlich sind viele der Flüchtlinge, die wir aufgenommen haben, keine Kriminellen. So, wie nicht alle Ingenieure und Lehrer sind, wie gutmenschliche (sprich: blauäugige) Politiker uns im vergangenen Jahr weismachen wollten. Aber die ungeregelte Aufnahme von rund einer Million Menschen aus dem islamischen Kulturkreis, um das klar zu benennen, war ein dramatischer Fehler der verantwortlichen Politiker. Heute diskutiert der CDU-Parteitag in Essen übrigens über Themen wie Flüchtlinge, Abschiebung, Burkha-Verbot. Man darf gespannt sein, was die Partei Angela Merkels sich da zu beschließen traut.

Einen schönen Tag,

Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.