Synchronschwimmen ahoi! Das war es mit der Diversschaft – DFB und Politik haben es gründlich versaut

Angefressen: Bundestrainer Hansi Flick nach dem deutschen WM-Aus. Foto: Christian Charisius/dpa
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von THILO SCHNEIDER

FRANKFURT/M. – Aus! Aus! Das Spiel ist AUS! Für „Deutschland“. Ich habe nicht viel Lust, diesen Artikel zu schreiben, ich quäle mich hier durch die Chronistenpflicht. Die Diversschaft, die schon lange keine „Deutsche Nationalmannschaft“ ist, sondern, ginge es nach dem kriecherischen DFB, wahrscheinlich auch Frauen, trans Frauen (so schreibt man das seit Neuestem) und Einbeinige integrieren würde, fliegt nach Hause. In ihrer bunten, regenbogenfarbigen Diversity-Maschine. Mit Sicherheit aber nicht aus Doha, sondern aus dem Nachbarland, wo man die peinliche Maschine besser verstecken konnte.

Dabei ist der Diversschaft der geringste Vorwurf zu machen. Das sind junge Leute, die bei einer WM spielen und bestenfalls sogar ein Endspiel bestreiten wollten. Die haben sich dem Druck gebeugt, der von DFB und Medien auf sie ausgeübt wurde, gleich zu Anfang wenigstens der Moralweltmeister der Herzen zu sein. Das Experiment der Diversity-Botschafter mit leicht sportlicher Betätigung ist, nach 2018, zum zweiten Mal krachend gescheitert. Die Phrasenschweine von der „Turniermannschaft“ liegen zerbrochen am Boden, Thomas Müller hat auch keine Lust mehr und die einstige Deutsche Nationalmannschaft ist nur noch ein trauriger Trümmerhaufen, der mit buchstäblich eingekniffenem Schwanz unwürdig die Heimreise antritt. Die richtigen Fußballmannschaften können nun ungestört
von den Moralweltmeistern ihr Turnier bestreiten. Allen Voran die Japaner, die ihre Fans stolz gemacht haben.

Wer trägt die Schuld?

Dass die Jungs Fußball spielen können, haben sie mit dem 4:2 und dem Unentschieden gegen Spanien gezeigt. Das war zwar weit entfernt von „gut“, aber sicher auch nicht „schlecht“. Wenn die sich natürlich vor dem ersten Spiel mit einem derartigen Firlefanz wie einer Armbinde beschäftigen müssen und sich nicht einmal die deutsche Innenministerin entblödet, mit ihrer Binde „ein Zeichen zu setzen“, dann ist das Ergebnis gegen Japan nicht verwunderlich.

Enttäuschend hierbei ist höchstens, dass die „Alten“ in der Auswahl hier keinen Widerstand geleistet haben, sondern sich den Wünschen des WFB – des Woken Fußballbundes – bedingungslos gebeugt haben. Ist ja auch für eine gute Sache, nicht wahr?

Es liegt wohl zum einen an der Struktur des durchweiblichten und durchweichten DFB, zum anderen auch an der Attitüde, sich mit den eigenen Befindlichkeiten und Wünschen vor allen anderen Nationen in den Vordergrund zu spielen. Wenn es fußballerisch schon nicht reichen mag. Es ist eine Illusion, Sport und Politik und Symbolik trennen zu wollen. „Wir spielen für England“ hat nun aber im Fußball eine ganz andere Kraft als „wir spielen für Diversity, PoC und Gay-Pride“.

Wer soll da jubeln?

Wer soll sich damit identifizieren außer glasharten „European Song Contest“-Anhängern? Auf einer Meta-Ebene könnte man den Verantwortlichen sogar bewusst die Zerstörung des deutschen Fußballs unterstellen, der „Nationalmannschaft“ als letzter Bastion einer deutschen Außenidentifikation. Identifiziert Euch nicht als Deutsche, sondern als Woke. So gesehen ist dieses Zerstörungswerk absolut gelungen. Bei mir zumindest hat es funktioniert: Ich habe früher JEDES Spiel einer WM gesehen und kommentiert, heute waren es die letzten 8 Minuten und die letzten 10
Minuten Nachspielzeit. Und ich habe nicht das Gefühl, ich hätte etwas verpasst.

Das ist nicht meine Mannschaft

Das ist nur die Diversschaft, die unsympathischste aller Mannschaften, die mir Hyundais verkaufen will, wenn sie nicht gerade so etwas Ähnliches wie Fußball spielt. Und dann wird Olli Bierhoff nach dem Spiel gefragt, ob auch die „Bindendiskussion“ ihren Anteil an der Niederlage hat und der antwortet so „aber ja, aber nein, aber eher ja doch nicht janein“.

Das Turnier SOLLTE anscheinend gar nicht gewonnen werden, das war nie das Ziel. Es sollte die Haltung der „neuen Menschen“ im „bunten neuen Ampel-Deutschland“ der Stromsparer und Klimahüpfer und Pride-Läufer demonstriert werden. Und das hat geklappt. Wenn es lächerlich ist, ein Fußballspiel patriotisch aufzuladen, wie es Südamerikaner und Nordafrikaner gerne praktizieren, um dann krachend gegen die Torpfosten zu laufen – um wie viel lächerlicher ist es dann, „Botschafter des Diversity Wins“ zu mimen, um dann als ehemaliger Weltmeister und Weltranglisten-Elfter aus dem Turnier geprügelt zu werden?

Ein paar Minuten sah es sogar so aus, als würde der „erwartet schwere Gegner“ Costa Rica die Diversschaft vom Platz prügeln. „Diversity loses“, so sieht es aus. Da stellt sich zu allem gesellschaftlichen Überfluss eine Handelskette wie REWE hin und kündigt den ohnehin auslaufenden Sponsorenvertrag gleich noch einmal medienwirksam und regenbogenfarben. Was soll der Mummenschanz? Glaubt REWE, es bekommt jetzt mehr „diverse Käufer“ als vorher, die nun bereit sind, über die Hälfte mehr als bei Aldi auszugeben? Was geht es eine Handelskette an, wie eine Fußballmannschaft spielt? Außer natürlich, sie hat dafür bezahlt. Punkt für REWE.

Die Politik und der DFB haben die Nationalmannschaft abgewrackt. Es gibt sie nicht mehr und wird sie auch, zumindest zu meinen Lebzeiten, sicher nicht mehr geben. Wir werden unseren Bundesliga-Mannschaften zujubeln und uns freuen, wenn die zusammengekauften Söldner aus aller Herren- und Damen-Länder irgendeinen Pokal gewinnen, gelegentlich mal das ein- oder andere Spiel der Diversschaft ansehen und klammheimlich dem Gegner die Daumen drücken und uns ansonsten anderen Randsportarten wie Biathlon oder Synchronschwimmen zuwenden.

Danke DFB – für nichts

Ihr habt den Fußball redlich versaut. Der „Scheißverein“ ist jedenfalls nicht die Diversschaft, die tat wie ihnen geheißen und wie Ihr wolltet. Wir brauchen wieder Trainer und Spieler, die sich mit dem Land identifizieren – und nicht mit irgendeiner Ideologie aus den weichen Hirnen irgendwelcher Marketingfuzzies. Bis dahin – Synchronschwimmen Ahoi!

Bildquelle:

  • Hansi Flick: dpa
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