Terrorverdächtiger Tunesier in Abschiebehaft

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Dies teilte Gerichtssprecher Frank Richter nach der nicht-öffentlichen Sitzung mit. Das Gericht gehe davon aus, dass Haikel S. bis dahin in sein Heimatland abgeschoben werden könne.

Der 36-jährige S. saß rund ein halbes Jahr in Untersuchungshaft wegen des Verdachts, für die Terrormiliz IS in Deutschland einen Anschlag vorbereitet und dafür ein Unterstützungsnetzwerk aufgebaut zu haben. Der Bundesgerichtshof hob den Haftbefehl am Donnerstag aber auf; die genaue Begründung ist noch nicht öffentlich. In seiner Heimat steht er nach Angaben der Strafverfolger zudem im Verdacht, am schweren Anschlag 2015 in Tunis mit mehr als 20 Toten beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittlungsbehörden halten ihn für hochgefährlich.

Die Amtsrichterin entsprach nun mit ihrer Entscheidung einem Antrag der Ausländerbehörde. Damit sich der Beschuldigte nicht der Abschiebung entziehe, sei erneut Haft angeordnet worden, sagte Richter. Anders als das Verwaltungsgericht Frankfurt sehe das Amtsgericht keine Hindernisse für eine Abschiebung nach Tunesien. (dpa)

Bildquelle:

  • Gefängnis_Zelle: dpa
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