17-Jährige nahe Paris von „Jugendlichem“ getötet

ARCHIV - Polizisten patrouillieren in Paris. (Symbolbild) Foto: Sebastien Courdji/XinHua/dpa

PARIS – Erneut erschüttert ein brutales Verbrechen in einer Pariser Vorstadt Frankreich: Eine 17-Jährige ist mutmaßlich von einem Jugendlichen mit einem Messer getötet worden. Hintergrund ist ersten Erkenntnissen nach eine Auseinandersetzung in sozialen Netzwerken.

Die Jugendliche habe ihre Schwester vor Angriffen im Netz verteidigen wollen, berichteten französische Medien. Der mutmaßliche Tatverdächtige ist nach einer kurzen Flucht von der Polizei festgenommen worden. In den vergangenen Monaten hatte es rund um Paris immer wieder tödliche Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen gegeben.

Die Tat ereignete sich am Freitagnachmittag in einer Hochhaussiedlung in Ivry-sur-Seine – nur wenige Kilometer von Paris entfernt. «Nach den Erkenntnissen, die wir haben, gibt es keine Rivalität oder einen Bandenkrieg in dieser Geschichte», zitierte die Zeitung «Le Parisien» eine Ermittlerquelle. Ähnlich schildert es auch die sichtlich erschütterte Mutter der 17-jährigen Marjorie. Es habe sich nicht um einen Streit um Drogen gehandelt, sagte sie vor Fernsehkameras. «Sie wollte nur ihre Schwester verteidigen – mit Worten».

Ersten Erkenntnissen nach gab es in sozialen Netzwerken Streit und Mobbing im Zusammenhang mit der Schwester des Opfers. Diese sei dort angegriffen worden. Die 17-Jährige habe dann zwischen der Schwester und dem mutmaßlichen Täter vermitteln wollen. Der nach unterschiedlichen Angaben 14- oder 15-Jährige habe dann zum Messer gegriffen und Marjorie getötet, heißt es. «Meine Tochter war keine Kriminelle, sie war eine fleißige Schülerin, sie wollte bald ihr Abitur machen», sagte die Mutter. Sie habe ihre Tochter noch auf dem Boden liegen sehen, überall sei Blut gewesen.

Bildquelle:

  • Polizei in Frankreich: dpa

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