JU-Chefin in Brandenburg tritt zurück und verlässt die CDU

Ex-CDU-Politikerin Laura Strohschneider

POTSDAM – Laura Strohschneider ist genau die Art junger politisch engagierter Menschen, die die CDU heute brauchen könnte. Doch die Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) in Brandenburg hat den anderen Weg gewählt und ihre Partei verlassen.

„Die Ereignisse der vergangenen Tage, Wochen und Monate haben tiefe Spuren in meinem Glauben an unsere gemeinsame Mission hinterlassen“, schreibt Strohschneider in einem Mitgliederrundbrief. Das Spitzenpersonal der CDU habe ihre Glaubwürdigkeit verloren.

Besonders geärgert hat die Juristin die Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse Anfang der Legislaturperiode und die Einkommenssteuerreform.

Die CDU habe damit Entscheidungen getroffen, „die es den Fleißigen in unserer Gesellschaft immer schwieriger macht.“ In einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen RBB wurde sie noch konkreter. Die Politik der Union seit der Bundestagswahl hätte genügend Gründe für einen Austritt geliefert, aber die  Ereignisse der vergangenen Tage seien „das Zünglein an der Waage“ gewesen. Strohschneider: „Die Personal-Rochade, die Friedrich Merz vorgenommen hat, finde ich schwierig, weil sie auf einer persönlichen Ebene ganz seltsam und unschön gelaufen ist. Ich finde sie aber auch schwierig, weil ich nicht nachvollziehen kann, inwiefern das ein Zeichen nach vorne sein soll.“

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