Über London nach Sevilla: Eintracht strebt das Finale an

Frankfurts Trainer Oliver Glasner hält beim Abschlusstraining eine Ansprache an seine Spieler. Foto: Hasan Bratic/dpa

LONDON – Für Trainer Oliver Glasner ist das Halbfinale in der Europa League gegen West Ham United das bislang herausragendste Erlebnis in seiner Karriere – und auch bei den Profis von Eintracht Frankfurt hat längst das große Kribbeln eingesetzt.

«Die größte Motivation ist es, dass wir im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs stehen. Das ist etwas Außergewöhnliches für einen Trainer, für einen Spieler, für einen Verein. Wir spüren diese Besonderheit», sagte Glasner vor dem ersten Duell mit dem Tabellensiebten der englischen Premier League am heutigen Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) in London.

Die Ausgangslage:

Nach dem sensationellen Coup im Viertelfinale gegen den FC Barcelona will der Fußball-Bundesligist erstmals seit dem UEFA-Cup-Triumph vor 42 Jahren wieder das Endspiel in einem internationalen Wettbewerb erreichen. «Wir haben die große Chance, dieses Jahr etwas Unglaubliches zu erreichen», sagte Mittelfeldspieler Djibril Sow.

Der Gegner:

Doch Vorsicht ist geboten, denn West Ham United ist ein unbequemer Rivale. «Englische Teams gehen mit hoher Intensität ins Spiel. Das wissen wir, dafür müssen wir bereit sein», warnte Sow. Auch Glasner erwartet ein heißes Duell. «Sie sind physisch sehr stark, präferieren ein schnelles Spiel in die Spitze und sind enorm gefährlich nach Standardsituationen», sagte er über den Gegner. «Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir freuen uns auf die Herausforderung.»

Die Fans:

Bei dieser Partie können die Hessen nicht wieder auf die Unterstützung von Zehntausenden Eintracht-Anhängern setzen. Aufgrund der strikten Ticketvergabe in England werden sich die Bilder von Barcelona, wo rund 30.000 Eintracht-Fans im Stadion ihr Team zum 3:2-Sieg trieben, nicht wiederholen. Glasner erwartet dennoch eine stimmungsvolle Kulisse: «Die West-Ham-Fans werden sicherlich richtig Stimmung machen. Und die 3000 Eintrachtler ebenfalls. Wir freuen uns über jeden Frankfurter, der hier vor Ort ist und uns unterstützt.»

Bildquelle:

  • Abschlusstraining: dpa

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Jetzt spenden (per PayPal)

Jetzt abonnieren

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.