von JOSEF KRAUS
BERLIN – Ein paar Zahlen vorweg für den (Durch-)Blick in Deutschlands demographische Zukunft: Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 654.267 Lebendgeburten. Das ist die niedrigste Geburtenzahl seit 1946. Damals, im ersten kompletten Nachkriegsjahr, waren es 922.000 Geburten. Die seither höchste Zahl an Geburten gab es 1964 mit 1.357.304 Neugeborenen. Dann ging es bis inkl. 2025 bergab. 2021 wurden 795.492 Kinder geboren, und jetzt 2025 eben noch einmal rund 18 Prozent weniger als 2021. 28 Prozent der zuletzt Geborenen hatten eine nicht-deutsche Mutter. In Berlin und Bremen sind es sogar mehr als 40 Prozent nicht-deutsche Mütter.
Im Jahr 2025 gab es in Deutschland mindestens 309.852 Einbürgerungen. „Mindestens“ heißt: Die Zahlen von Niedersachsen, des Saarlandes und Schleswig-Holsteins sind noch nicht endgültig; von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegen noch gar keine Zahlen vor. Rund 57 Prozent der jüngsten Einbürgerungen entfallen auf NRW (76.156), Bayern (59.573) und Baden-Württemberg (39.790). Weiter überrepräsentiert ist unter den Einbürgerungen das hier besonders eifrige Land Berlin mit zuletzt 39.034 Einbürgerungen.
Die insgesamt mindestens 309.852 Einbürgerungen des Jahres 2025 bedeuten einen neuen Rekord
2024 waren es 291.955, am wenigsten im letzten Vierteljahrhundert waren es 94.474 im Jahr 2008. Die aktuell eingebürgerten behielten – je nach Region – mit einem Anteil von 85 bis 98 Prozent ihren alten Pass bei, sind also jetzt Doppel-Pass-Deutsche. Details: Unter den im Jahr 2024 (2025 liegt noch nicht vor) Eingebürgerten sind 83.185 Syrer (also rund 28 Prozent), 10.745 Iraker, 10.615 Türken und 10.095 Afghanen. Allein in den Jahren 2023/2024/2025 wurden 241.835 Syrer eingebürgert. Nur mal zum Vergleich: 300.000 pro Jahr – das ist die Einwohnerzahl von deutschen Großstädten wie Mannheim, Münster oder Augsburg.
2025 sind 288.579 Deutsche aus Deutschland fortgezogen. Bevorzugt in die Schweiz, nach Österreich und nach Spanien. Rund zwei Drittel von ihnen kommen im Schnitt wieder zurück. Per Saldo aber ist es ein jährlicher Verlust an rund 100.000 zumeist Jüngeren, sehr qualifizierten Leuten. Viele gehen beruflicher Chancen wegen, viele wegen des deutschen Steuersystems, viele auch wegen des stickigen politischen Klimas in Deutschland.
Diese drei ausgewählten Zahlenkomplexe zeigen: In Deutschland findet ein ungebremster Bevölkerungsaustausch statt, der politischen explizit oder versteckt implizit gewollt ist.
Zuletzt von Sozial- und Arbeitsministerin Bärbel Bas, zugleich Co-Vorsitzende der bei 11 Prozent dümpelnden vormaligen Volkspartei SPD, von Ende 2021 bis März 2025 als Bundestagspräsidentin übrigens protokollarisch Zweite im Staate nach dem Staatsoberhaupt. Frau Bas ekelt sich geradezu vor den „einheitsbraunen“ Deutschen. So ihr intellektueller Höhenflug am 21. Mai zu dem vom Deutschen (!) Kulturrat initiierten “Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“.
Bas plappert indes nur nach, was ihr Nationalallergiker – auch aus dem vermeintlich bürgerlichen Lager – vorbeteten: Deutsche sollen gar keine Deutschen mehr sein. Für Kommunisten und Sozialisten ist die Auflösung des Nationalstaates ohnehin das Pendant zur marxistischen Vision von der Auflösung der Klassen.
Beispiele von Nationalallergie – teilweise auch aus dem „bürgerlichen“ Lager
Ex-Stamokap-Mann Jürgen Trittin (»Grüne«) schrieb in der FAS vom 2. Januar 2005: »Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig«. Zu diesem Zeitpunkt war er Bundesumweltminister (1998–2005). Wolfgang Schäuble (CDU) warnte in einem Zeit-Interview vom Juni 2016 Europa vor einer Einigelung, denn »Abschottung« würde uns »kaputt machen« und »in Inzucht degenerieren« lassen. Die damalige Kanzlerin Merkel (CDU) definierte „Volk“ als diejenigen, die schön länger hier leben, und diejenigen, die neu hinzugenommen sind.
In Berlin-Kreuzberg und in Frankfurt/Main fanden sich zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 an Wänden und auf Transparenten Sprüche wie »Deutschland verrecke!« oder »Nie wieder Deutschland!« Jutta Ditfurth (»Grüne«) fand – im »Neuen Deutschland« vom 12. Oktober 1991 – Deutschland »zum Kotzen«. Auf Demos skandiert man: »Ausländer, lasst uns mit den Deutschen nicht allen!«, »Deutschland verrecke!«, »Deutschland, du mieses Stück Scheiße!«. Ein Journalist mit deutschem und türkischem Pass, Deniz Yücel, damals beschäftigt bei »Springer«, bezeichnete den deutschen Geburtenrückgang 2011 als »Völkersterben von seiner schönsten Seite«
Eine Professorin für Öffentliches Recht der Universität Frankfurt und Vizepräsidentin des Hessischen Staatsgerichtshofes, Ute Sacksofsky, schrieb 2013 in einer »Rechtskolumne«, nach der NS-Gewaltherrschaft könne es um die Weitergabe deutschen Erbgutes nicht mehr gehen. Sollten die Deutschen dann eines Tages aussterben, habe dies den Vorteil, dass das Territorium, auf dem sich derzeit Deutschland befinde, der Natur zurückgegeben oder von anderen Menschen besiedelt werden könne.
Das waren bzw. sind die Einflüsterer einer Bärbel Bas, die ein CDU-Kanzler Merz am Kabinettstisch duldet. Nachdem er noch vor gut einem Jahr verkündet hatte: „Links ist vorbei“. Nein, links, ultralinks ist präsenter denn je.
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