Terroranschlag in Bielefeld 2025: Lebenslang und anschließende Sicherheitsverwahrung für IS-Syrer

Der Ort des mörderischen Terroranschlags in Bielefeld am 18. Mai 2025.

BIELEFELD – Sie feierten nachts vor der Bar „Cutie“ in der Bielefelder Innenstadt ausgelassen den Aufstieg und die bevorstehende Teilnahme ihres Vereins Arminia Bielefeld am DFB-Pokalfinale, als an diesem 18. Mai 2025 das Grauen über sie hereinbrach.

Mahmoud M. (36), ein islamistischer Terrorist, griff mit einem Messer wahllos Feiernde an und brüllte dabei immer wieder „Allahu Akbar“. Mehrere seiner Opfer wurden beim Angriff lebensgefährlich verletzt.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte den 36-jährigen Syrer Mahmoud M. heute wegen vierfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft und stellte die besondere Schwere der Schuld fest, weshalb zudem eine Sicherungsverwahrung über das Haftende in 15 Jahren hinaus angeordnet wurde.

Dem Angeklagten fehle „jegliche Empathie mit den Opfern, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Der Messerstecher aus Syrien sei wegen seiner radikal-islamischen Gesinnung eine extreme Gefahr für die Bevölkerung und seine Sozialprognose sei „ausgesprochen ungünstig“. Bereits in Syrien habe er im Auftrag der Terrororganisation Islamischer Staat zwei Menschen ermordet, darunter seinen Halbbruder.
Mahmouds Verteidiger hatten mit einer schweren Kindheit des Angeklagten argumentiert und Depressionen vorgetragen, die von einem psychiatrischen Gutachter attestiert wurden.

Alle vier Opfer leiden auch heute noch unter den Folgen des Anschlags

Der Angeklagte hatte Tat in der Untersuchungshaft Psychologen und Psychiatern gegenüber gestanden bereits in Syrien im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zwei Menschen getötet zu haben, darunter den erwähnten Halbbruder. Dann wurde er von kurdischen Milizen festgenommen und acht Monate inhaftiert. 2023 kam er schließlich nach Deutschland.

Er habe möglichst viele Menschen töten wollen, sagte Mahmoud M. im Prozess über sein Tatmotiv aus.

Erst als er im Getümmel seinen selbst gebauten Stockdegen verlor und sich die angegriffenen Arminia-Fans wehrten, flüchtete er. Eines der schwerstverletzten Opfer, der 27-jährige Student Chris S., ein engagierter Arminia-Fan, ging dazwischen, überwältigte den Angreifer zeitweise und verhinderte so ein noch größeres Blutbad. Die Fanszene und das Umfeld des Vereins feierten ihn im Stadion unter anderem mit einem großen Spruchbanner auf der Tribüne.

Am Tag nach dem Anschlag wurde der Angreifer in der Nähe von Düsseldorf verhaftet. Ein Cousin hatte ihn bei der Polizei verraten.

Im Gutachten des Psychiaters heißt es, die islamistisch-dschihadistische Ideologie Mahmouds sei „fester Bestandteil seiner Persönlichkeit und seines Wertesystems“. Er sei intolerant und gewaltbereit, habe sogar den Kontakt zu seinen eigenen Kindern abgebrochen.

In Deutschland habe er keine Arbeit gefunden und auch kein Deutsch gelernt. Und – das gibt es nur in Deutschland – er habe die Teilnahme an einem „Deradikalisierungsprogramm“ abgelehnt.

Bildquelle:

  • Cutie_Terror_Bielefeld: privat

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