GAZA: Wie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner Geschäft und staatliche Einflußnahme verbunden haben soll

Der Gazastreifen 2023 - wir hier die "Roiviera des Nahen Ostens" entstehen?
NEW YORK – In seinem gerade erschienenen Buch „Princess und Thieves: Jared Kushner und Mohammed bin Zayed’s Secret Plot to Remake the Middle East“, kurz: Kushners und Zayeds geheimer Plan für die Neugestaltung des Nahen Ostens, hat der Autor Matthew Cole offenbar in ein Wespennest gestochen. 
Das Buch des bekannten Investigativjournalisten (The Intercept“, NBC News) wagt sich, gestützt auf Informationen von Geheimdienstlern und „Insidern“, auf das gefährliche Terrain, wie niederländische Geheimdienste im Jahr 2018 einen von Russland ausgehenden Hack auf das iPhone von Jared Kushner ausnutzten, um dessen Bildschirminhalte live zu überwachen. Dabei hätten sie auch Zugriff auf Finanzkonten und geheime Absprachen mit Führungspersönlichkeiten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Saudi-Arabien gehabt. Die betreffenden Gelder seien direkt von den Regierungschefs und staatlichen Institutionen der Golfstaaten geflossen.
Die Allzweckwaffe des US-Präsidenten Donald Trump, sein Schwiegersohn Jared Kushner, dessen Anwälte (u. a. Chad Mizelle) und das Umfeld des Präsidenten wiesen die Anschuldigungen umgehend und scharf als völlig haltlos, falsch und „insanely absurd“ (völlig verrückt) zurück. Sie drohten – na klar – mit rechtlichen Schritten und kritisierten, dass die Vorwürfe nicht unabhängig verifiziert seien
Soweit alles, wie erwartbar
Richtig interessant wird das Ganze aber durch die personelle, finanzielle und strategische Verknüpfung zwischen Kushners Finanziers aus den Golfstaaten und den Plänen der Trump-Administration für die Zukunft des Gazastreifens. Denn Kushners Rolle als inoffizieller Nahost-Gesandter und seine privaten Geschäfte überschneiden sich offenkundig erheblich. Schließlich hat der Schwiegersohn des Präsidenten federführend einen milliardenschweren Masterplan für das „Neue Gaza“ nach dem Krieg ausgearbeitet, den er beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellte.
Finanziert werden soll der milliardenschwere Wiederaufbau und die Entwicklung zu einer „Riviera des Nahen Ostens“ (Trump) maßgeblich von genau den finanzstarken Golfstaaten (Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten), die auch als Hauptinvestoren in Kushners privatem Firmennetzwerk gelten. 

Kushner geriet schnell mächtig in die Kritik, weil er das Potenzial des Gazastreifens öffentlich explizit als lukrative „Immobilie in bester Küstenlage“ (waterfront property) mit Luxus-Wolkenkratzern und touristischen Küstenstreifen pries.

Ein gefundenes Fressen für die politische Konkurrenz

US-Demokraten und internationale Beobachter werfen Kushner massive Interessenkonflikte vor. Kritiker argumentieren, dass seine diplomatische Vermittlungsarbeit in der Region nicht von den Milliardenzahlungen zu trennen ist, die er über seine Investmentfirma Affinity Partners aus den Golfstaaten erhält. Er nutze quasi staatliche Nahost-Politik, um private Investmentmöglichkeiten vorzubereiten. Und das kommt nicht gut an. 

Bildquelle:

  • Gaza_1: adobe.stock/ ImageBank4U

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