Gendergaga, frühkindliche Sexualerziehung, Banalisierung der Ehe – alles dient nur einem gefährlichen Zweck

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Sie gut in den neuen Tag gestartet sind! Aus unserem Nachbarland Frankreich hörten wir gestern erfrischende Nachrichten. Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer (LREM) gab in Abstimmung mit Präsident Emmanuel Macron bekannt, dass die Regierung die sogenannte „Gender-Sprache“ an den Schulen verbieten wird.

So gut der Beschluss ist, so flau leider die Begründung. Der Bildungsminister nannte die Benachteiligung von Schülern mit Lese- und Rechtschreibschwäche als wesentlichen Grund. Niemand will, dass solche Kinder benachteiligt werden, das ist doch keine Frage. Aber der entscheidende Punkt, warum nicht nur das Gender-Sprech verboten werden sollte ebenso wie Gender-Lehrstühle an den deutschen Hochschulen lautet: Weil es unwissenschaftlicher Schwachsinn ist. Völliger Kokolores, der aus ideologischen Gründen von der politischen Linken auf den Weg gebracht wurde, um die traditionellen Familienstrukturen in unserem Land und der westlichen Welt insgesamt zu zerstören. Und die Unionsparteien, die mal christlich begründet wurden, winken alles durch. Man will ja modern sein.

Aber was ist das Ziel der Gender-Aktivisten, warum machen die das? Ich meine, die wissen doch selbst, dass die Gender Studies Jahrhunderten biologischer Forschung komplett widersprechen. Geht es also nur um die gut dotierten Gender-Professuren, die von uns allen finanzierten Gender-Forscher_*Innen und Gender-Beauftragten? Geht es nur darum, für möglichst viele Leute, deren Sache die produktive Erwerbsarbeit nicht so ist, eine krisenfeste Stelle und ein sicheres Einkommen bereitzustellen? Ich glaube nicht, denn das wäre ja leicht zu lösen. Einfach alls nach Berlin schicken. Wer nicht mitmacht, bekommt keine Alimentierung mehr. Und das Gleiche machen wir auch noch mit all den Klima-, Konflikt-, Rechts- und Gedönsforschern, und die können es sich da dann nett machen. Und uns anderen alle in Ruhe lassen.

O.K., die Volkserziehungs-Sendeanstalten wären noch zu nennen mit ihren peinlichen Moderatoren und deren Wortschwurbeleien. Aber über diese weitgehend überflüssigen und von uns mit Zwangsgebühren zu bezahlenden Sendeanstalten sollten wir ohnehin einmal sehr grundsätzlich nachdenken. Wenn morgen das ZDF abgeschaltet würde, es dauerte Tage, bis Menschen wie ich das überhaupt bemerken würden. Zumal ich in einer viel zu jungen Zielgruppe für die ZDF-Programmchefs bin.

Nein, im Ernst, die Bestsellerautorin Birgit Kelle hatte schon recht, als sie ihr bis heute unerreichtes Standardwerk zu diesem Thema der Geschlechterverwirrung damals „Gendergaga“ nannte. Gaga ist das Ganze, aber es ist saugefährlich. Bundeskanzler Gerhard Schröder nannte bei Amtsantritt seine Ministerin für Frauen, Familie, Kinder, Rentner und was weiß ich nicht „meine Ministerin für Gedöns“. Und alle lachten, Schröder am lautesten. Heute so ein Spruch auf WhatsApp und für einen Platz im Aufsichtsrat von Hertha BSC würde es damit definitiv nicht mehr reichen.

So lustig ist das alles leider gar nicht, denn ich empfehle Ihnen, den größeren Zusammenhang zu betrachten. Wer denkt, bei Gender Studies gehe es um gleiche Rechte für Frauen, der und die sind grenzenlos naiv. Beschäftigen Sie sich mit den Unterrichtsmaterialen in unseren Grundschulen, die in Teilen bewusst „Verwirrung über die eigene Geschlechtlichkeit“ bei unseren Kleinen stiften wollen. Die ihnen erzählen es gäbe nicht nur zwei oder drei Geschlechten, sondern 50, 60, die „Genderbeauftragte“ der Evangelischen Amtskirche EKD behauptete mal in einem Streitgespräch mit Birgit Kelle, es gäbe insgesamt 4.000 verschiedene Geschlechter. Ich meine, sie arbeitet bei einer christlichen Großkirche, da wäre es doch einfach, mal Grundlagenforschung zu betreiben. In der Bibel, Genesis 1,27, könnte sie nachlesen: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“ Noch Fragen?

Selbst, wer es mit Religion und Glauben nicht so hat und wie ich anerkennt, dass Transsexualität für die Betroffenen ein wirklich ernstes Problem ist: Alles andere ist eine Definition verschiedener sexueller Spielarten und Vorlieben. Aber ein neues Geschlecht? Wenn man homosexuell ist, bisexuell, transqueer, pangender und was weiß ich noch, ich will Ihre Lebenszeit nicht mit der weitern Aufzählung vergeuden. Denn letztlich ist es für die freie Gesellschaft vollkommen irrelevant, wie sich Menschen selbst definieren? Hey, Sie werden morgends wach und danken: Heute will ich mal ein Krokodil sein! Na, klasse, macht doch! Von mir aus auch ein Regenbogenfisch. Solange Ihr mich nicht zwingen wollt, auch selbst eine Giraffe zu werden, so lange ich das nicht mit meinen Steuern finanzieren muss und vor allem: so lange ihr mir nicht auf den Senkel geht.

Das eigene Problem ist in der Tat der ideologisch begründete Großangriff auf die klassische Familie, das Fundament einer jeden Gesellschaft, ob frei oder unfrei. Wer eine Gesellschaft komplett im Sinne irgendeiner Schwachsinnsideologie auf den Kopf stellen will, der fängt bei den Kindern an. Zeltlager und Abenteuerspiele, integrative Schul- und Erziehungsmodelle – bloß so oft und so weit weg von den eigenen Eltern und in die Obhut des Staates abziehen. Das ist der Plan, der leider immer wieder greift. So wie unsere Großeltern – Gott hab sie selig – immer gesagt haben, der Krieg war ja schlimm und die Nazis und „das mit den Juden“, so erzählen mir heute gute Bekannte aus der früheren DDR vom der sozialistischen Wehrorganisation namens „Gesellschaft für Sport und Technik“ und diesen lustige Wehrübungen damals immer. War das ein Spaß…und ganz ohne Eltern.

Der Artikel 6 unseres Grundgesetzes stellt unmissverständlich klar: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ Dieser Satz war in der Vergangenheit immer das Bollwerk gegen jeden Versuch des Staates, sich Zugriff auf unsere Kinder über den Willen ihrer Eltern hinweg zu verschaffen. Und nun wollen sie sogenannte Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen, deren einziger Zweck es ist, den bestehenden Artikel 6 GG auszuhebeln und dem Staat grenzenlose Zugriffsrechte auf unsere Kinder zu verschaffen. Ein alter Traum brauner und roter Diktaturen – demnächst in Ihrem linksgrünen Theater. Denn, erinnern Sie sich: Kinder haben bereits jetzt alle Rechte eines jeden Menschen im Sinne unserer Verfassung. Um was es wirklich geht, ist die „die Hoheit über den Kinderbetten“, wie Olaf Scholz das dankenswerter- und blöderweise mal ungeniert formuliert hat.

Bitte passen Sie auf und wehren Sie sich! Verteidigen Sie ihre Kinder mit Zähnen und Klauen gegen Eingriffe des Staates. GenderGaga, frühkindliche Sexualerziehung, Kinderrechte ins Grundgesetz, das Umwidmen der Ehe zu irgendwas, das „auf Zeit füreinander Verantwortung übernimmt“, all diese Verschwurbelungen dienen nur einem einzigen Zweck: Diese Gesellschaft und uns alle zu einem ganz neuen Modell umzuformen. Ein Modell, das nichts Gutes verspricht.

Bleiben Sie wachsam!

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.