Staatsakt: Trauerfeier für Kurt Biedenkopf in der Dresdner Frauenkirche

ARCHIV - Ein Kondolenzbuch liegt nach dem Tod des CDU-Politikers Kurt Biedenkopf im Foyer der Sächsischen Staatskanzlei auf einem Tisch. zu dpa «Landtag, Regierung, Gesellschaft - dre Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. Das Foto darf nicht verändert und nur im vollen Ausschnitt verwendet werden.
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DRESDEN – Sachsen nimmt offiziell Abschied von Kurt Biedenkopf (1930-2021), dem ersten Ministerpräsidenten nach der Wiedergründung des Freistaates 1990.

Rund 300 geladene Gäste werden heute zum Trauerstaatsakt in der Dresdner Frauenkirche erwartet. Landtag, Regierung und Gesellschaft erweist Biedenkopf drei Wochen nach dessen Tod die letzte Ehre. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet werden die Ansprachen halten.

Auch Alt-Bundespräsident Horst Köhler, Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU), Bundesverfassungsgerichtspräsident Stephan Harbarth und Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) haben nach Angaben der Staatskanzlei ihr Kommen zugesagt. Unter den rund 300 geladenen Trauergästen sind neben der Familie auch Weggefährten und Freunde des Verstorbenen sowie weitere führende Persönlichkeiten aus Politik, Religion, Wirtschaft und Kultur. Der MDR überträgt den Trauerstaatsakt ab 11.50 Uhr live im Fernsehen.

Der Rechtsprofessor Kurt Biedenkopf stammte aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz). 1973 wurde er Generalsekretär der CDU, avancierte dann aber zum Rivalen des damaligen Vorsitzenden Helmut Kohl. Nach dem Ende der DDR bewarb sich der Jurist um das Amt des Ministerpräsidenten in Sachsen. Die CDU regierte mit «König Kurt», wie Biedenkopf auch in Anlehnung an den legendären sächsischen Barockfürsten August der Starke genannt wird, bis 2002 mit absoluter Mehrheit.

Trotz nicht ganz freiwilligem Rückzug vom Amt blieb der einstige «West-Import» seiner Wahlheimat und der Politik verbunden, arbeitete wieder als Rechtsanwalt in Dresden und publizierte. Am 12. August starb er mit 91 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in der Landeshauptstadt – und wurde bereits im engsten Familienkreis beigesetzt.

Bildquelle:

  • Trauerstaatsakt: dpa
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