Auf der Suche nach der Wahrheit: Wie man mit dem Geld von Versicherten umging…

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

für viele von Ihnen ist Berlin weit weg. Und die wenigsten von Ihnen werden Zahnärzte sein. Dennoch erzähle ich Ihnen seit Wochen immer wieder neue Details über einen spektakulären Finanzskandal rund um das Versorgungswerk der Berliner Zahnärztekammer. Denn es sind nicht nur die Sorgen von rund 11.000 Zahnärzten in Berlin, Brandenburg und Bremen, die direkt betroffen sind und viele Jahre Beiträge eingezahlt haben in der Hoffnung, ihren Ruhestand später einmal auskömmliche gestalten zu können.

Es geht um Hunderte Millionen Euros, manche Medien schreiben 1,2 Milliarden, die durch falsche, ja amateurhafte Investments und Geldtransaktionen verbrannt wurden. Es geht um unfassbare Honorare, die an …sagen wir ….sogenannte Berater und in Einzelfällen auch seriöse Medienunternehmen geflossen sind, die dann …sicher zufällig…im Sinne der offiziellen Sprachregelung des Versorgungswerks Narrative in einer breiteren Öffentlichkeit verbreiteten. Ob es auch um Fälle von Korruption geht, das können wir (noch) nicht abschließend beurteilen.

Aber die ganze Geschichte ist noch lange nicht auserzählt

TheGermanZ kann für sich in Anspruch nehmen, als erstes Nachrichtenmedium eine andere Sichtweise als die offizielle Sprachregelung veröffentlicht zu haben.

Aussagen und Dokumente aus dem inneren Kreis in Berlin bekommen zu haben, die einen atemberaubenden Wirtschaftskrimi dokumentieren. In drei ausführlichen Artikeln habe ich unsere Erkenntnisse zusammengefasst, und Sie können mir glauben: das alles ist nur die Spitze des Eisberges:

Die Bilanz
: hier
Das Haus am See: hier
Das große Bild: hier

Zu seriösem Journalismus gehört es, immer beide Seiten zu hören. Nicht nur das, was man recherchiert und herausgefunden hat, sondern auch das, was die Veranwtortlichen selbst zu den Vorgängen sagen.

Gestern habe ich deshalb einen ausführlichen Fragenkatalog an Thomas Schieritz geschickt, der als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der VZB die Rolle hat, die skandalösen Vorgänge der Vergangenheit mindestens aufzuräumen.

Was wir gerne wissen möchten:

War die Wahl von Schieritz zum Chef des Verwaltungsrates überhaupt rechtmäßig?

Wie kam es überhaupt zu seiner Kandidatur, wer zog im Hintergrund die Fäden?

Wurden kostenintensive Mandate für Berater ohne Ausschreibungen freihändig vergeben?

Geht es nur um die Aufarbeitung der Vergangenheit oder was geschieht darüber hinaus, um die Altersversorgung der Versicherten zu retten?

Wurden durch Ihre Entscheidungen Partnerunternehmen des VZB in den Konkurs getrieben, die später hochprofitabel wurden (z. B. Hans Garnelen)?

Erwarten Sie Schadenersatz-Prozesse in einer Größenordnung von mehreren Hundert Millionen Euro? Werden die Vorgänge gegenüber den VZB-Versicherten transparent kommuniziert?

Fragen, auf die die 11.000 betroffenen Zahnärzte und die Öffentlichkeit eine offene und zeitnahe Antwort verdienen.

Falls wir die bekommen, werden Sie erfahren, was drin steht!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Kelle

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Jetzt spenden (per PayPal)

Jetzt abonnieren

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.