Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Die Amis verstehen es wirklich, die ganze Welt zu unterhalten. Jeden Tag ist da was los, und die Menschen rund um den Erdball nehmen intensiv Anteil.
Mal ist Oscar-Verleihung, dann wird auf den Präsidenten geschossen, dann ist Fußball-WM und dann wieder Super Bowl. Dann nehmen wir hier einen Staatschef gefangen und bombardieren dort Atomanlagen, dann kommt das britische Königspaar… sagenhaft. Was die Trump-Administration da abzieht, das ist besser als Hollywood. Und die sind weltweit eigentlich ja sowieso schon weit vorn.
Wenn Sie morgens die wichtigen Leitmedien durchschauen – in Deutschland, aber auch international – kein Witz: Mindestens 80 Prozent der großen Themen hängen direkt mit Donald Trump und den USA zusammen.
Zugegeben, Wal „Timmy“ schafft es immer wieder kurz, zwischen all den Trump-Nachrichten aufzublitzen, aber wenn der heute tatsächlich wieder ins große Meer gelangt und dort vor sich hinschwimmt – dann bleiben nur noch die schlechten Umfragewerte für Bundeskanzler Friedrich Merz.
Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, einer von zwei Hoffnungssternen für die schwerst gebeutelten Liberalen der Rest-FDP, hat gestern etwas Unverschämtes, aber irgendwie auch Richtiges gesagt. Angesprochen auf den Angriff auf Donald Trump beim traditionellen White House Correspondents‘ Dinner in Washington, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europäischen Parlaments:
„Trumps brutale Aussagen Gruppen und Einzelpersonen gegenüber sind inzwischen so unterirdisch, dass man sich nicht mehr zu wundern braucht, dass diesen verbalen Exzessen schreckliche Taten folgen.“
Und der andere Hoffnungsstern der FDP, Wolfgang Kubicki, widersprach natürlich öffentlich. FDP eben …
Im Moment hagelt es Empörung über den amerikanischen Fernseh-Komödianten Jimmy Kimmel, der zwei Tage vorher in seiner Show einen geschmacklosen „Witwen-Witz“ über First Lady Melania Trump gerissen hatte. Da konnte er natürlich nicht wissen, dass 48 Stunden später ein Lehrer aus Kalifornien versuchte, den Präsidenten und weitere Kabinettsmitglieder zu erschießen.
Aber die Frage drängt sich auf, ob es nicht irgendwo auch Grenzen geben sollte bei diesen angeblichen Comedians. Wir haben das Problem ja mit Leuten wie Jan Böhmermann in Deutschland auch immer wieder.
Warum hat „Stracki“ trotzdem recht?
Weil sie genau beschreibt, was Trump selbst immer wieder macht, wenn er öffentlich Journalisten, Staatsmänner und sogar ganze Länder übelst beschimpft als „Shithole Countries“ zum Beispiel.
Und natürlich darf er sich dann nicht wundern, wenn er selbst zur Zielscheibe herber und verunglimpfender Beschimpfungen wird. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus … Sie kennen das alte deutsche Sprichwort.
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Vor fünf Wochen starb der frühere FBI-Chef Robert Mueller im Alter von 81 Jahren. Seine Ermittler hatten Trump in der ersten Amtszeit erheblich zugesetzt wegen allerlei angeblicher oder tatsächlicher Rechtsverstöße. Und wie kommentierte der Präsident der Vereinigten Staaten Muellers Tod?
„Robert Mueller ist gerade gestorben. Gut, ich bin froh, dass er tot ist. Er kann unschuldigen Menschen nicht mehr schaden!“
Liebe Freunde, das ist unterste Schublade
Das wäre es auch, wenn ein Grundstücksnachbar von Mueller so etwas gesagt hätte. Aber der mächtigste Mann der Welt, der Anführer der Freien Welt, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika? No way! Das ist unwürdig, das ist unterste Schublade.
Und natürlich ist das trotzdem kein Grund, ihn umzubringen oder es auch nur zu versuchen…
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Kelle